By 18. September 2014 Read More →

Das war der Zwischentag 2014

Nach mehrmaligem Ortswechsel auf Grund des politischen Klimas, welches derzeit in Deutschland vorherrscht, fand der ursprünglich in Düsseldorf geplante Zwischentag letzten Endes in den Räumlichkeiten der „Alten Breslauer Burschenschaft der Raczeks zu Bonn“ statt. Nach kurzfristiger Bekanntgabe des neuen Veranstaltungsortes am Vorabend, machte sich auch eine Reisegruppe aus Stuttgart in den frühen Morgenstunden des 6. Septembers auf den Weg nach Bonn, um sich einen Eindruck von der Freien Messe zu verschaffen, welche in diesem Jahr zum ersten Mal unter der Regie von Felix Menzel stattfand.

Am Ziel angekommen, wurden wir zuallererst auf eine etwas unerfreuliche Weise von einer Ansammlung selbsternannter Antifaschisten in Empfang genommen, die es jedoch zu diesem Zeitpunkt bei verbalen Anfeindungen beließ. Nachdem diese umgangen war und wir nun im Verbindungshaus eingekehrten, begab man sich zunächst in den Garten, der bei schönem Wetter eine ideale Plattform für die vielfältigen Aussteller bot. Neben zahlreichen Buchverlagen, wie etwa dem Telesma Verlag, konnten hier auch Informationsstände der Identitären Bewegung Deutschlands, der Bürgerbewegung Pax Europa, sowie der Deutschen Burschenschaft (DB) und vielen mehr begutachtet werden. Aber auch ein Kleidungsangebot für Konservative, sowie für Identitäre war durch den Phalanx Europa Versand und weitere Textilstände vorhanden. Sogar Kunstliebhaber kamen durch den anwesenden Maler Hubert Döring auf ihre Kosten.

Gut gelaunt durch das ein oder andere Schnäppchen, welches bei vergünstigten Messepreisen erhascht werden konnte, begaben wir uns anschließend zum ersten Vortrag des Begleitprogramms. Hierbei stellte sich das „Forum für Zeitgeschichte e. V.“ vor und gab eine interessante Darstellung ihrer Zielsetzung, welche in erster Linie eine Vernetzung konservativer Verbände, Parteien und Organisationen im Großraum München vorsieht. Im Anschluss folgte eine kurze Pause, die es dem anwesenden Publikum ermöglichte, auch die übrigen Aussteller, welche sich im Haus niedergelassen hatten,  in Augenschein zu nehmen. Darunter zählten neben dem Verlag Antaios, der Uwe Berg Verlag und der Regin-Verlag.

Daraufhin ging es im Vortragsraum mit dem Rechtsanwalt und Schriftsteller Dr. Björn Clemens weiter, welcher zu Anfang interessante Eindrücke aus seinen Erfahrungen als Strafverteidiger in politischen Prozessen schilderte, die ihm auch unter anderem als Inspirationsquelle für seinen Roman „Pascal Ormunait“ dienten, den er daraufhin, inklusive einer kurzen Lesung daraus, vorstellte.  Nach der anschließenden Kostprobe aus einem „erzkonservativen Bildungsroman mit liberalen Eselsohren“  folgte als nächstes auf dem Programm der Vorsitzende der IB Deutschland, Nils Altmieks, der über die junge Bewegung  und deren aktuelle Entwicklung nach der Neustrukturierung zu Beginn des Jahres 2014 aufklärte. Es folgten im Anschluss noch Einblicke in die Arbeit des „Instituts für Staatspolitik (IfS)“, welche von Andreas Lichert wiedergegeben wurden. Thema war hierbei auch das Ausscheiden von Dr. Karlheinz Weißmann aus dem Institut, was in einer kontroversen Auseinandersetzung über die AFD und die Wochenzeitung „Junge Freiheit“ mündete.

Die neusten Werke aus dem Hause Antaios wurden dieses Jahr ausnahmsweise nicht vom bisherigen Schirmherr des Zwischentags, Götz Kubitschek, vorgestellt, da dieser leider aus persönlichen Gründen der Veranstaltung nicht beiwohnen konnte. Als Repräsentant fungierte so Benedikt Kaiser, der jedoch freudige Grußworte von Kubitschek verlesen durfte. Vorgestellt wurden unter anderem der Roman „Hirnhunde“ von Raoul Thalheim, über dessen Identität leider Verschwiegenheit herrscht, und die Erzählung „Die Leuchtkugeln“ von Horst Lange. Beide stammen aus der im letzten Jahr ins Verlagsprogramm eingeführten Edition Nordost, welche es sich zur Aufgabe gesetzt hat, „rechte Belletristik“ zu fördern und zu popularisieren.

Den Abschluss an diesem Tag machte letztendlich Felix Menzel durch die Präsentation des vierten Bandes der Reihe BN-​Anstoß mit dem Titel „Nazivorwurf. Ich bin stolz, ein Deutscher zu sein“. Nach einer im Anschluss gefolgten, ausgiebigen Diskussion, wie man zukünftig den erschwerten Verhältnissen begegnen könne, die dem Zwischentag schon dieses Jahr vorausgingen, wurde die Veranstaltung offiziell beendet und es wurde zufriedengestellt  der Heimweg angetreten.

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