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Nachtrag zur Debatte zwischen Dr. Weißmann und Stürzenberger

Der nachfolgende Textausschnitt von Martin Kleine-Hartlage aus der Sezession Nr. 40 trifft die Auseinandersetzung besonders gut:

Die  Diskussion über das angemessene Verhältnis von Immigrations- und  Islamkritik  steckt  noch  in  den  Anfängen, verspricht allerdings spannend zu werden: Idealtypisch sind die beiden Extrempositionen die der liberalen Islamkritik auf der einen Seite – Masseneinwanderung  sei  unproblematisch, solange keine [Moslems] einwandern – und die der Nur-Immigrationskritik auf der anderen, die die Islamisierung gar nicht als eigenständiges Problem sieht, sondern, wenn überhaupt, als vernachlässigenswerten Unterpunkt einer allgemeinen Überfremdungsproblematik.

Ich  halte beide Positionen für gleichermaßen naiv: Es stimmt schon, daß Masseneinwanderung, auch wenn sie nicht [moslemisch] ist, auf die Dauer die kulturellen Grundlagen der Gesellschaft auflöst – das muß man der liberalen Islamkritik entgegenhalten. Es ist aber – und das geht an die Adresse der Nur – Immigrationskritiker – ein großer Unterschied, ob man etwas in Wasser auflöst oder in Salzsäure. Der Islam ist die Salzsäure.

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