By 9. Oktober 2012 Read More →

Die KAS auf dem Zwischentag

Der Zwischentag ist vorüber. Es ist sicherlich keine Übertreibung, diese erste freie Messe in Berlin einen vollkommenen Erfolg zu nennen. Die k.a.s. war vor Ort und hat sich als Zwischenort präsentiert, an dem die freie Rede gepflegt und unabhängig gedacht wird. Als eine der ersten Initiativen haben wir uns in die Kartei der Vernetzungsbörse eingetragen und uns dem Messepublikum zusätzlich durch Auslage unseres Faltblattes bekannt gemacht.

Etwa 30 Aussteller und etwa 800 Teilnehmer – der Zwischentag mitten in Berlin war eine kraftvolle Präsentation des Potentials einer lebendigen und vielfältigen Bewegung. Konservativ und freiheitlich: so präsentierten sich die Aussteller und die Besucher. „Vielfalt“ ist ja in unserer Zeit ein gerne ge- und gerne mißbrauchter Begriff. Wer am Wochenende in Berlin war, der konnte sich zwischen Burschenschaftern und Esoterikern, zwischen Intellektuellen und Politikern, zwischen Künstlern und Soldaten selbst ein Bild davon machen, daß Vielfalt tatsächlich nicht Einfalt bedeuten muß.

Besonders hart prallten verschiedene Auffassungen im Rahmen einer Diskussion zwischen Michael Stürzenberger und Dr. Karlheinz Weißmann über die Frage, ob der Islam „der Feind“ sei, aufeinander. Während Herr Dr. Weißmann sachlich und ruhig blieb, reizte die enthusiastische und eher polemische Vortragsweise Stürzenbergers etliche Zuschauer zu Zwischenrufen. Auf verschiedenen Netzseiten wird bereits eifrig diskutiert; eine Übersicht findet sich HIER. Wir werden zu diesem kontroversen Thema eine eigene Stellungnahme abgeben.

Die Messe Zwischentag bot die Möglichkeit zum ruhigen Gespräch ebenso wie die leidenschaftliche Diskussion; wir bekamen Kunst und Mode zu sehen, Buchpräsentationen, altvertraute Gesichter und neue Bekanntschaften. Wir hoffen, daß diese in Deutschland einzigartige Veranstaltung wiederholt wird und können die Teilnahme jedem ans Herz legen! Die weite Anreise aus Stuttgart hat sich zweifellos gelohnt.

Am Abend, nach der Messe, konnten wir dann das Erscheinen der 50. Ausgabe der Zeitschrift „Sezession“ feiern. Dieses Blatt ist das wohl lesenswerteste Periodikum in Deutschland und so verdiente es auch eine entsprechende Würdigung. War die Festrede noch eher klassisch gehalten, so bewiesen die Veranstalter danach, daß „konservativ“ wahrlich nichts von Altbackenheit hat – für die Erstausstrahlung des sehr modern aufgemachten Zwischentag-Kurzfilms von Martin Lichtmesz wurde die Messehalle kurzerhand in einen Lichtspielsaal verwandelt. (Den Film kann man HIER ansehen)

Mit einem großen Buffet und anschließenden stundenlangen Gesprächen ging der Tag zu Ende.

Bis zum nächsten mal in Berlin!

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